ART

ART COLOGNE – Kunst entdecken, erleben, erwerben

Stand: Thomas, Halle 11.1 / Foto: Kölnmesse
verfasst von Nancy Schmidt

Ursprünglich 1967 von den Galeristen Hein Stünke und Rudolf Zwirner als ‚Kunstmarkt Köln ’67‘ gegründet, ist die ART COLOGNE heute eine der wichtigsten internationalen Adressen für herausragende und hochwertige Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Jährlich kommen rund 200 weltweit führende Galerien aus über 20 Ländern zusammen und präsentieren ein breites Angebot moderner und zeitgenössischer Arbeiten aller Preissegmente und Bewegungen von über 2.000 Künstlern.

Die ART COLOGNE bietet Kunstliebhabern und -sammlern verschiedenste Angebotssegmente, darunter den Sektor GALLERIES mit Kunst der Klassischen Moderne und Nachkriegskunst bis hin zur modernen und zeitgenössischen Kunst etablierter Galerien. Dazu gehört ebenfalls der Bereich NEW POSITIONS, ein Förderprogramm, das jungen Künstlern ermöglicht ihre Arbeiten in eigenen Förderkojen neben den Ständen ihrer Galeristen zu präsentieren. Darüber hinaus präsentiert die ART COLOGNE mit dem Sektor NEUMARKT die zentrale Plattform für „cutting edge art“ junger Galerien, die maximal zehn Jahre alt sind. Zusätzlich gibt es im Sektor NEUMARKT kuratierte Präsentationen und besondere Projekte von Galerien aller Altersklassen.

Ein Rahmenprogramm von Ausstellungseröffnungen und Veranstaltungen in Museen und Einrichtungen im gesamten Rheinland sowie integrierte Services, angenehme Lounges und beste Gastronomie runden die Messe ab und machen die ART COLOGNE zu einem der Ereignisse Deutschlands in diesem Jahr, die man nicht verpassen sollte.

Die Geschichte der ersten Messe für moderne Kunst von Günter Herzog

Eine epochale Erfindung und ihre Hintergründe

Die heutige ART COLOGNE als Messe für Klassische Moderne, Nachkriegskunst und zeitgenössische Kunst geht zurück auf den ‚Kunstmarkt Köln ’67‘, der am 15. September 1967 im Gürzenich, dem mittelalterlichen Tanz- und Kaufhaus der Stadt Köln, eröffnet wurde und den internationalen Kunstmarkt für immer verändern sollte.
Die Erfinder dieser Messe waren die Kölner Galeristen Hein Stünke und Rudolf Zwirner und ihre Idee war aus der Not geboren, denn obwohl die Kunstentwicklung und das öffentliche Kunstinteresse am Ende der unmittelbaren Nachkriegszeit in eine Phase enormer Dynamisierung aufgebrochen waren, ging es dem deutschen Kunsthandel alles andere als gut.

Marktbeherrschend war damals zunächst die französische Kunst mit Paris als Kapitale des Kunstmarktes, die bald nach der zweiten documenta, 1959, von der amerikanischen Kunst und New York als neuer globaler Kunstmetropole abgelöst wurde. Deutschland hatte mit dem Krieg seine Hauptstadt und seine ehemaligen Kunstzentren verloren. Neues Zentrum des deutschen Kunstbetriebes wurde nun das Rheinland, das sich zum industriellen Motor der deutschen und zum Knotenpunkt der westeuropäischen Wirtschaft entwickelte und Bonn als neue Hauptstadt beherbergte.

Bis heute ist Nordrhein-Westfalen mit den angrenzenden Beneluxländern Europas Region mit der höchsten Industrie-, Kapital- und Sammlerdichte geblieben, was schon zu Beginn der 1960er Jahre eine sehr gute Voraussetzung für den Kunstmarkt war. Mit ihrer Messe wollten Stünke und Zwirner ein neues Kunstzentrum zumindest ‚auf Zeit‘ etablieren, langfristig wollten sie die neue nationale Kunstproduktion, also die jungen deutschen Künstler, fördern und international platzieren und für diese ein neues Sammlerpublikum interessieren.
Das alles ist ihnen, wie man heute weiß, in einem Maße gelungen, wie sie selbst es damals kaum für möglich gehalten hätten und ihre Erfindung hat Geschichte gemacht. Die Geschichte der ART COLOGNE war nicht nur prägend für wesentliche Entwicklungen in der Geschichte des internationalen Kunsthandels, sondern auch in der internationalen Kunstgeschichte schlechthin.

 

Über den Autor

Nancy Schmidt

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