LIFESTYLE

Bands und Bikes in Berlin beim Pure & Crafted Festival 2016

verfasst von Jean Bork

Am 12. und 13. August 2016 feierte das Pure & Crafted Festival seine Zweitauflage im Berliner Postbahnhof und bot 8.000 Besuchern ein tolles Programm mit Rock- und Alternative-Klängen, einer ordentlichen Ladung Motorradkultur und einer Prise New Heritage-Lifestyle.

Mit exklusiven Berlin-Shows von Noel Gallagher’s High Flying Birds und Mando Diao bescherte Pure & Crafted der Hauptstadt eines der Festivalerlebnisse des Sommers 2016. Außerdem aus England zu Gast: Treetop Flyers, Frank Carter & The Rattlesnake und viele mehr. Insgesamt rund 20 Bands, auch aus Berlin, boten dem Publikum reichlich Auswahl. Die MainStage war auf dem Außengelände angelegt. Mando Diao heizte den Zuschauern trotz Regen am Freitagabend ordentlich ein. Auf der Bühne war es offensichtlich heißer als davor, denn sowohl Frontsänger Björn Dixgard als auch Schlagzeuger Patrik Heikinpieti präsentierten sich bis zum Ende der Show mit freiem Oberkörper dem Publikum.

Foto: Dirk Schiemann

Foto: Dirk Schiemann

„Ist das nicht ein Motorradfestival? Das ist der seltsamste Ort, an dem ich je war.“, plauderte Noel Gallagher fröhlich während seines Headliner-Auftritts am Samstag.  So begegnete Noel Gallagher, zusammen mit seinen High Flying Birds, eingefleischten Oasis-Fans. Mit „Everybody’s on the Run“, aus ihrem Debutalbum, hatte es die Band daher am Anfang noch etwas schwer, aber spätestens bei den ersten Tönen von „Champagne Supernova“ wird klar, weshalb viele hier sind: die alten Lieder von Oasis nochmal laut mitsingen. Noel Gallagher stieg 2009 aufgrund der Differenzen mit seinem Bruder Liam Gallagher aus der Band aus und gründete zwei Jahre später Noel Gallagher’s High Flying Birds. Nichts desto trotz, wurden im Laufe des Konzerts immer wieder Oasis-Klassiker, wie z.B. „Masterplan“, „Wonderwall“ und „Don’t look back in Anger“ ausgepackt und sorgten dafür, dass das Publikum nicht mehr zu halten war. Oasis sind und bleiben einfach einer der wichtigsten Vertreter des Britpop.

Die Bands im Indoor-Bereich, wie z.B. Treetop Flyers und Frank Carter & The Rattlesnakes stehen jedoch den ganz Großen auf der Outdoor-Bühne in Nichts nach. Es war ein abwechslungsreiches Programm von Folk Rock bis Punk mit tollen Stimmen und eine noch besserer Stimmung. Frank Carter ließ sich von der Menge auf den Händen tragen und auch Otherkin hatten keine Berührunsgängste. Selbst der neue Festival-Trend zum entkleideten Oberkörper sprach sich bis zum Indoor-Bereich durch.

 

Foto: Dirk Schiemann

Foto: Dirk Schiemann

Das Pure & Crafted Festival hatte neben der Musik noch mehr zu bieten. Der General Store im Inneren des Postbahnhofs galt als Anlaufpunkt für alle Liebhaber hochwertiger Fashion- und Lifestyleprodukte, kombiniert mit exquisiter Street-Cuisine und exzellenten Drinks. Selbst ein Barbier fehlte nicht, bei dem sich der Mann von Heute seinen Vollbart in Form bringen lassen konnte.

Die Custombike Szene war ein weiteres Herzstück des Events. Wer in Deutschland gern an Motorrädern rumschraubt, für den war das Pure & Crafted ein Muss. In der Wheels-Area trafen sich alle, die gern Motorräder nach dem Geschmack der Kundschaft umbauen.  Dieser Trend nennt sich „Customizing“. Vorwiegend die Marke BMW war dort, neben Triumph oder Moto Guzzi, vertreten. Ob Mann oder Frau, hier kam jeder auf seine Kosten. Wenn die tolldreisten Kerle ihre rasselnden Kisten starten und die Motoren aufheulen lassen, werden die Fans auch aus den hintersten Ecken angezogen.

Wir vom P!Magazin hatten ordentlich was zu staunen, und auch unser Musiknerv wurde an der richtigen Stelle getroffen. So erging es sicherlich nicht nur uns, sondern auch den vielen anderen 8.000 Besuchern ebenfalls. Ein tolles kleines Festival, welches der Stadt hoffentlich noch lange erhalten bleibt. Aus diesem Grund freuen wir uns schon auf das Pure & Crafted Festival 2017. Daumen hoch!

Dirk & Jean

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Jean Bork

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