KULTUR

„Berliner Zeitensprünge“ von und mit Wolfgang Bahro

Photo: P! Magazine Manfred Behrens - Wolfgang Bahro - Ranndy Frahm
verfasst von Nancy Schmidt

Schauspieler und Kabarettist Wolfgang Bahro ist den meisten Fans als Anwalt „Dr. Jo Gerner“ in der Daily Soap „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ bekannt. Er studierte unter anderem in Berlin Theaterwissenschaft und ist bis heute seiner Heimat Berlin treu geblieben.

Kabarett-Theater DIE STACHELSCHWEINE im Europa Center Berlin 
Wer seine außergewöhnliches Talent einmal live erleben möchte, sollte sich unbedingt das Kabarett-Theater im Europa Center Berlin „BERLINER ZEITENSPRÜNGE“ anschauen.

Wolfgang Bahro präsentiert musikalisch und humoristisch zehn Jahrzehnte Berliner Geschichte und beschreibt so die Hauptstadt aus einer sehr unterhaltsamen kabarettistischen Sicht. Zusammen mit der Sängerin Barbara Felsenstein und der Pianistin Sibylle Briner, begibt sich der Schauspieler Wolfgang Bahro auf eine Zeitreise durch 100 Jahre Berlin. Ob es politische Witze, Sketche von bekannten Berliner Kabarettisten oder auch musikalische Kommentare zum Zeitgeschehen, dem Zuschauer wird hier ein Berlin-Programm der anderen Art geboten.

Ein Kabarett der besonderen Art zeigte die „Berliner Zeitensprünge“, ein klassisches Kabarett mit spitzer Zunge. Bissig und trotzdem sachlich wurden in diesem Stück Missstände in Deutschland und Europa aufgezeigt, halten dem „typisch Deutschem“ stets den Spiegel vor. Ob es politische Witze, Sketche von bekannten Berliner Kabarettisten oder auch musikalische Kommentare zum Zeitgeschehen waren, dem Zuschauer wurde hier ein besonderes Berlin Programm, humoristisch durch zehn Jahrzehnte der anderen Art geboten. Schon immer haben die Berliner politische Entwicklungen auf ihre eigene, schräge Art kommentiert. Ein unterhaltsames und dennoch nachdenkliches Stück, welches aus politischen Phrasen und gesellschaftlichen Zuständen bespickt ist, zeigte das Berlin, eine Stadt mit vielen Gesichtern ist. Zusammen mit Sängerin Barbara Felsenstein und Pianistin Sibylle Briner, gelegentlich auch Pianistin  Marian Lux, begibt sich GZSZ-Star Wolfgang Bahro mit dem Ensemble in altbewährter Berliner Art das Zeitgeschehen zu lamentieren und pointieren. Wolfgang Bahro übernahm mehrere Rollen, wodurch viele Facetten des Schauspielers sichtbar wurden. Aber auch musikalisch zeigt Wolfgang Bahro Teile der Berliner Geschichte auf, wie zB. den Song über die Juden, nämlich „An allen sind die Juden schuld“ von Friedrich Hollaender, der selbst Jude war. Eine Berliner Geschichte wird aus einer sehr unterhaltsamen kabarettistischen Sicht beschrieben.

Redakteur Ranndy Frahm vom P! Magazine besuchte das Kabarett „Berliner Zeitensprünge“,  um sich selbst einen Überblick über dieses wundervolle Kleinod, unter den noch vorhanden Kabarett-Bühnen, zu schaffen.

R. Frahm: Berliner Zeitensprünge. Warum 100 Jahre Berlin als humoristische Zeitreise auf eine Bühne bringen?

W. Bahro: Die Berliner haben einen so wundervollen Humor und haben so viele schlimme Zeiten auch dank dieses Humors überstanden. Gleichzeitig ist es auch eine Hommage an die großen Berliner Kabarettisten.

R. Frahm: Berliner Zeitensprünge sind ein ziemlich polarisierendes Programm. Wie sind die Reaktionen des Publikums?

W. Bahro: Hin und wieder gibt es sicherlich auch mal etwas „überraschte“ Gesichter, aber im Großen Ganzen wird viel gelacht.

R. Frahm: Es gibt einen Song, der sich auf sehr spezielle Art auch mit den Juden befasst. Ich finde es extrem mutig und gewagt damit aufzutreten.

W. Bahro: Einige finden es trotz der offensichtlichen Ironie ebenso gewagt und andere finden es gut. Ich habe vorher mit einigen Menschen auch jüdischer Religion gesprochen. Ich persönlich finde in gerade in der heutigen Zeit, ist es sehr wichtig Stellung zu beziehen.

R. Frahm: Ich persönlich bin der Meinung, Berliner Zeitensprünge sollten zum Pflichtprogramm für Schulklassen werden.

W. Bahro: In einer Vorstellung waren einmal zwei Schulklassen und zwischendurch hatte ich wirklich das Gefühl, die Schüler mit einigen historischen Anspielungen zu überfordern. Letztlich habe die Schüler aber alles verstanden und Spaß gehabt.

R. Frahm: Wolfgang, Du hast Psychologie studiert, nebenbei einen Schauspielschule besucht und auch noch in verschiedensten Filmen mitgewirkt. Dir war damals schon klar dass Du Schauspieler werden möchtest. Wieso hast Du Dir diesen Stress zugemutet?

W. Bahro: Meine Eltern haben damals darauf bestanden und natürlich hatten sie aus heutiger Sicht Recht. So hatte ich eine „solide“ Ausbildung und konnte mich freier und entspannter auf meine Karriere als Schauspieler konzentrieren.

R. Frahm: Vielen Dank für das Gespräch und für einen kabarettistischen Abend der Extraklasse.

Das P! Magazine bedankt sich recht herzlich für die Einladung und das kleine Interview !

Über den Autor

Nancy Schmidt

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