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Das 65. Internationale Filmfestival Mannheim-Heidelberg

Es waren lange Schlangen vor den Kinos in Mannheim und Heidelberg beim 65. Internationalen Filmfestival und es bestand großes Interesse des Publikums an den Produktionen. Das intensive und zum Teil politisch brisante Programm wurde zur Freude der Festivalorganisatoren hervorragend angenommen.

Als Publikumslieblinge haben sich schon in den ersten Tagen der Eröffnungsfilm „Lost in Armenia“ von Serge Avedikian (Frankreich/Armenien), „The Polar Boy“ von AnuAun (Estland), „Love and Other Catastrophes“ von Sofie Stougaard (Dänemark), “Calico Skies” von Valerio Esposito (USA) und der bislang meist diskutierteste Film des Wettbewerbs “The Dark Wind” von Hussein Hassan (Irak/Deutschland) herauskristallisiert.

„Ich bin jedes Jahr skeptisch, ob die von uns mit großer Sorgfalt kuratierten Filme vom Publikum in Mannheim und Heidelberg angenommen werden“, so Festivaldirektor Dr. Michael Kötz. „Schließlich haben sie meist außer der Beschreibung im Programmheft und dem Trailer kaum Orientierungsmöglichkeiten. Umso mehr freut es mich, gerade in diesem Jubiläumsjahr den Nerv getroffen zu haben. Das sind spannende Diskussionen mit einem filminteressierten Publikum, das die internationale Sprache des Kinos versteht. Wir sollten das Kinopublikum nicht unterschätzen und erwarten, dass neben den Festivals als Leuchttürmen das Arthouse-Kino das ganze Jahr über ein ähnlich hohes Niveau hat.“

Die Kartenverkäufe sind auf einem ähnlich hohen Niveau wie in den Vorjahren gewesen. Die Besucherzahl war zwischen 50.000 und 60.000. Das Publikum insgesamt  ist jünger geworden. Nicht nur in Heidelberg, wo traditionell in den Campbell Barracks häufiger ein studentisches Publikum zu finden war, sondern auch im Mannheim Antlantis Kino und in den Stadthaus-Kinos waren verstärkt Kinogänger zwischen 16 und 25 anzutreffen. Eine insgesamt erfreuliche Entwicklung.

Die irakisch-deutsche Koproduktion „The Dark Wind“ hat den Großen Preis des 65. Internationalen Filmfestivals Mannheim-Heidelberg gewonnen. Der Film spielte im Nordirak und erzählt von einer jesuitischen Gemeinschaft, welche vom IS überfallen wurde. Frauen die entführt und missbraucht wurden. Sie kamen aber wieder frei und wieder zurück in die Gemeinde. Sie, die Opfer wurden nicht mit offenen Armen aufgenommen. Von Schande und verletzter Ehre ist die Rede in diesem Film.

Den „Special Newcomer Award Mannheim-Heidelberg“ für den besten unkonventionell erzählten Spielfilm vergab die Jury an „Wedding Dance“ der türkischen Regisseurin Çigdem Sezgin.

Über den Autor

Uwe Marcus Magnus Rykov

Redakteur P!-Magazine
Geschäftsführer PAgentur Paris / Agence de presse
Management / Marketing / Projektmanagement / Interviews / Project / Planning Pressearbeit / Moderator

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