KULTUR

Das Dokumentations und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma

Dokumentations und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma

In diesem Zentrum wird die Dokumentation des NS-Völkermordes an den Sinti und Roma verarbeitet. Bis die deutsche Regierung den Völkermord an den Sinti und Roma politisch anerkannt hat, hat es lange gedauert. Erst mit der politischen Selbstorganisation der Betroffenen und der Gründung einer Bürgerrechtsbewegung, die seit Ende der siebziger Jahre durch öffentliche Veranstaltungen auf ihr Anliegen aufmerksam machte, wurde ein Wandel eingeleitet. Träger dieser Bewegung waren die Opfergeneration und Überlebende der nationalsozialistischen Zeit.

Die Vernichtungspolitik gegenüber dieser Minderheit wurde sowohl in der Geschichtsschreibung als auch in der Arbeit über Gedenkstätten weitgehend ausgeklammert worden. Durch das  Dokumentations- und Kulturzentrum wurde mit ein Umdenken bewirkt. Mit Unterstützung der Bundesregierung wurde in den 90ziger Jahren in einem Gebäude in der Heidelberger Altstadt nach Umbau das Dokumentationszentrum eingerichtet, somit konnte eine Dauerausstellung zum Thema Völkermord an den Sinti und Roma  für die Öffentlichkeit übergeben werden. Durch diese Initiative ist eine  Ausstellungsfläche auf fast 700qm entstanden und präsentiert somit die Verfolgungsgeschichte der Sinti und Roma von 1933 bis 1945. Hier werden die Verfolgung und Deportationen bildlich und schriftlich dokumentiert. Die Begriffe „Sinti“ und „Roma“ sind Begriffe aus der Minderheitensprache Romanes. Dabei bezeichnet „Sinti“ die in Mitteleuropa seit dem späten Mittelalter beheimateten Angehörigen der Minderheit, „Roma“ derjenigen südosteuropäischen Herkunft.

Das Zentrum bietet Ausstellungsführungen mit verschiedenen thematischen Schwerpunkten an und dabei werden auch aktuelle Fragen nach den Gefahren des Rassismus und Rechtsextremismus diskutiert. Auch für Schulen ist hier eine Plattform zur Information und anschließenden Gesprächen über dieses Thema geschaffen. Erfahren wie die Integrationsprobleme dieser besonderen Minderheit in Europa ist, andererseits aber auch wie dadurch die Toleranz gegenüber fremden Kulturen gefördert werden kann.

Diese einzigartige Gedenkstätte dient als Mahnung historischer Erinnerung an die Verbrechen der  nationalsozialistischen Zeit, angesichts heutiger Menschenrechtsverletzungen und rassistischer Gewalt zu begreifen und zu verstehen. Hier ist Platz für Gedanken jener Zeit die uns bis heute beschäftigten über Verbrechen die Geschehen sind .Die Aufgabe solcher Zentren ist es dieses Geschehen nie zu vergessen um zukünftige Verbrechen zu verhindern. Dieses Anliegen ist dem Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma gut gelungen. Durch diesen Besuch war ich sehr beeindruckt, da diese Thematik in meiner Jugend kaum besprochen worden ist dies aber in der heutigen Zeit positiv erscheint. Denn kleine Menschenrechtsverletzungen begleiten uns auch heute schon im Alltag. Wir müssen lernen zu verstehen, zu erahnen was diese Menschen erlebt und was für Qualen sie erleiden mussten. Ich persönlich habe durch diesen Besuch viel erfahren und ein Bild ist mir ganz besonders in mein Bewusstsein getreten. Ein Bild mit einem Teddybär auf der Straße liegend von einem Kind das zuvor erschlagen worden ist. Dieses Bild hat mich sehr berührt und mir gezeigt wozu ein Mensch durch Rassismus in der Lage sein kann.

Vielen Dank an dieser Stelle an Herrn Uhl für die Informationen und die persönliche Führung durch das Dokumentationszentrum

Über den Autor

Uwe Marcus Magnus Rykov

Redakteur P!-Magazine
Geschäftsführer PAgentur Paris / Agence de presse
Management / Marketing / Projektmanagement / Interviews / Project / Planning Pressearbeit / Moderator

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