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Die Weltmeisterschaften im Fechten

Im Juni 2017 starten die Fecht Weltmeisterschaften  in Leipzig.

Fechten gehört seit 1896 zu den olympischen Disziplinen. Anfangs nahmen nur Florett- und Säbelfechter an Olympia teil, seit 1900 ist auch der Degen zugelassen. Im Jahre 1924 wurde erstmals Frauen die Teilnahme an der olympischen Disziplin Fechten erlaubt. Anfangs war nur die Waffe Florett zugelassen. Seit 1996 ist auch Damendegen olympische Disziplin und 2004 in Athen waren zum ersten Mal Säbelfechterinnen am Start.

Fechten vereint Eleganz und Taktik, Konzentration und Koordination, Aktion und Reaktion. Es fordert sowohl den Körper als auch den Intellekt heraus. Die Eleganz der Bewegungen der traditionell weiß gekleideten Fechter fasziniert. Gleichzeitig kombiniert Fechten den Zusammenhalt im Verein und in der Mannschaft mit Gefechten, die jeder allein auszutragen hat.

Dieser Zusammenhalt wird gefördert durch die Höflichkeit und damit dem Respekt, mit dem die Fechter einander begegnen. Vor den Gefechten werden Gegner, Publikum und Obmann gegrüßt. Die Höflichkeit steht sicherlich in Verbindung mit der langen Tradition des Fechtsports. Vor der Erfindung der kleinen Schusswaffen wurden Duelle mit Degen, Säbel oder Florett ausgetragen. Im Rahmen dieser Duelle wurden auch damals gewisse Regeln der Höflichkeit beachtet (auch wenn man nachher versuchte einander umzubringen).

Mit der Weltmeisterschaft 2005 und der Europameisterschaft 2010 in der Arena Leipzig wurden die bisherigen fechterischen Höhepunkte erreicht. Deutsche Spitzenfechter wie auch unser WM Botschafter Jörg Fiedler standen im Sportforum Leipzig das erste mal auf der Planche und haben hier das Fecht ABC gelernt.

Nach der „besten WM aller Zeiten“ – das waren 2005 in Leipzig die begeisterten Worte des FIE Präsidenten Renè Roch – hat sich der Deutsche Fechter-Bund 2014 erneut zusammen mit der Stadt Leipzig um die Ausrichtung einer WM beworben. „Leipzig sticht Katar“ war die abschließende Schlagzeile, die Leipziger Bewerbung wurde von den Delegierten mit großem Applaus gewürdigt und der Wüstenstaat zog seine Bewerbung zurück.

Mit der WM 2017 sollen erneut sportliche Highlights gesetzt werden. Vier Botschafter hat diese Weltmeisterschaft. Neben dem Lokalmatador Jörg Fiedler, stehen Claudia Bokel, Britta Heidemann und Peter Joppich für diese WM. Alle haben bereits olympische Medaillen gewonnen und alle 2005 eine WM Medaille in Leipzig geholt. Heute arbeitet Jörg Fiedler erfolgreich als Bundesstützpunkttrainer in der Arena Leipzig, Claudia Bokel ist Präsidentin des DFB, Britta Heidemann wurde in die Athletenkommission des IOC gewählt. Der 5-fache Weltmeister Peter Joppich hat ein neues Ziel, er will 2017 wieder auf das Siegerpodest in Leipzig!

Die Messestadt erwartet 1000 Sportler und Offizielle aus mehr als 80 Nationen im Juli in der Arena Leipzig. Olympiasieger, Weltmeister und Fechtstars ganz hautnah erleben, das ist im Juli 2017 möglich. Spannende Gefechte und große Emotionen dafür steht Fechten und diese Weltmeisterschaft.

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