KULTUR

DREI MANN IN EINEM BOOT

Gruppenfoto DREI MANN IN EINEM BOOT mit Regisseur J.Bodinus

mit „DREI MANN IN EINEM BOOT“ zeigte das neue Theater in Hannover, eine Komödie nach dem gleichnamigen Roman von Jerome K. Jerome in einer Inszenierung von Jan Bodinus. Schon die Verfilmung mit Heinz Erhardt, Hans-Joachim Kulenkampff und Walter Giller in den 1960er Jahren begeisterte deutschlandweit die Komödienfans, die sich nun endlich auch auf die moderne Version der Bühnenadaption dieser Bootsfahrt der besonderen Art freuen durften.

Der erste Teil des Stückes, welches recht ruhig begann, in dem der smarte Londoner Sonnyboy Harry, gespielt von (Andreas Elsholz) versuchte seinen alten Schulfreund Joe (Gideon Rapp)eine Bootsfahrt schmackhaft zu machen, entwickelte sich schnell in verworrene Situationen. Damit sein Schulfreund den Trennungsschmerz leichter verkraftet wollen die Beiden nun einen reinen Männer-Turn unternehmen, fernab von Alltagssorgen und Beziehungsstress. Dies gestalte sich aber im ersten Moment weitaus schwieriger als gedacht. Denn Joe, der nämlich nicht nur ein ausgesprochener Hypochonder, sondern auch soeben von seiner Ehefrau verlassen worden ist, forderte Harry heraus eine geschickte Überzeugungsarbeit zu leisten. Nachdem er schließen-licht doch einwilligte wurde die Situation plötzlich unerwartet turbulent. Unangemeldet steht plötzlich Lilly (Jeannine Schulte) da. Jetzt ist der reine Männer – Turn in Gefahr und es entpuppt sich als ein stürmisches hin und her.

Nachdem auch noch unangemeldet Helen (Stefanie Feldmann) auftauchte gestaltete sich die weitere Bootsfahrt als noch stürmischeres Verwirrspiel. Das Chaos bahnt sich an als sich dann noch der blinde Passagier George (Wolfgang Finck) aufs Boot schleicht. Diverse Türen und verschiedene Möglichkeiten sich den Situationen zu entziehen, hinter denen man schnell verschwinden kann bietet das kleine angepasste Bühnenbild, sodass das Komödien-Karussell auf Hochtouren laufen kann. Nun dominiert das Stück mit Tür auf, Tür zu zwischen den einzelnen Kajüten und dem Bad. Der Sonnyboy Harry kommt so langsam ins Schwitzen um die Objekte seiner Begierde voneinander fernzuhalten, aber das nutzt ihm wenig, denn sein Spiel haben die beiden Frauen schon durchschaut. Der hypochondrische Nerd Joe entpuppt sich nun als Aufreiser und steht zum Schluss als Doppelliebhaber im Rampenlicht.

 

Das Ensemble harmonierte hervorragend und überzeugte durch ein sehr lebendiges Spiel. Der erste Teil des Stückes meist mit ruhigeren Passagen zeigte aber im Verlauf reichliches Tempo mit amüsanter und markanter Szenerie. Die 5 Hauptdarsteller entwickelten gekonnt einen eigenen Charakter, glänzten mit vielen mimischen Facetten. Die Komödie begeisterte die Zuschauer und die Lachmuskeln wurden bis zum Ende gefordert. Entsprechend konnten sich die Besucher vor allem auf eine amüsante, spielfreudige Komödianten und urkomische Situationen freuen.

Eine Komödie nach dem gleichnamigen Roman von Jerome K. Jerome

Inszenierung: Jan Bodinus

mit Stefanie Feldmann (spielt Helen), Jeannine Schulte (spielt Lilly), Andreas Elsholz (spielt Harry),

Wolfgang Finck (George)und Gideon Rapp (Joe)

Über den Autor

Uwe Marcus Magnus Rykov

Redakteur P!-Magazine
Geschäftsführer PAgentur Paris / Agence de presse
Management / Marketing / Projektmanagement / Interviews / Project / Planning Pressearbeit / Moderator

error: Content is protected !!