MUSIK

EUROPA-KULTURTAGE 2016 der Europäischen Zentralbank – Facettenreiches Deutschland

EUROPA-KULTURTAGE

Einmal im Jahr richten die EUROPA-KULTURTAGE der Europäischen Zentralbank (EZB) den Blick auf einen der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union in seiner ganzen kulturellen Vielfalt. Nachdem im vergangenen Jahr Malta, das kleinste Land der EU, im Zentrum der EUROPA-KULTURTAGE stand, stellt sich diesmal in Frankfurt, dem Hauptsitz der EZB, erstmals Deutschland, der größte Mitgliedsstaat, vor. Vom 17. Oktober bis zum 1. Dezember 2016 fokussieren sich die EUROPA-KULTURTAGE auf deutsches Kulturgut diverser Sparten – das diesjährige Gastland darf sich damit gleichsam in verschiedenen „Heimspielen“ porträtieren.

Wie in den vergangenen Jahren wurden auch diesmal die EUROPA-KULTURTAGE mit einem Orchesterkonzert in der Alten Oper Frankfurt eröffnet. Am Montag den 17. Oktober 2016, gebührte die Ehre dem hr-Sinfonieorchester, einem der beiden großen in Frankfurt ansässigen Klangkörper, das zugleich für eine Besonderheit der deutschen Orchesterlandschaft steht, die herausragende Qualität der hiesigen Rundfunkorchester. Ab 20.00 Uhr an warfen die Musiker unter der Leitung von Marek Janowski Schlaglichter auf die deutsche Orchesterkultur mit Werken von Ludwig van Beethoven und Robert Schumann.

Auf Beethovens „Egmont“- Ouvertüre folgt sein 1804 vollendetes Tripelkonzert für Violine, Violoncello, Klavier und Orchester, das mit seiner Neudefinition der Solistenrolle (ein Kammermusikensemble anstelle eines einzelnen Solisten) einen Sonderfall unter Beethovens Instrumentalkonzerten darstellt. Das in Berlin angesiedelte Atos Trio übernimmt den Klaviertriopart in diesem Werk, welches bis heute im Schatten von Beethovens übrigen Konzerten steht. Umso populärer hingegen Schumanns Sinfonie Nr. 3, die so genannte „Rheinische Sinfonie“. Auch wenn der Beiname nicht von Schumann selbst stammt, und auch wenn ungeklärt bleibt, ob der Komponist sich tatsächlich von einer Zeremonie im Kölner Dom hat inspirieren lassen: Ein Kapitel deutscher Geschichte wird hier gleichwohl aufgeschlagen – in Gestalt eines Einblicks in die Stimmungstiefe der Romantik.

HR-SINFONIEORCHESTER MAREK JANOWSKI Leitung ATOS TRIO: Annette von Hehn Violine, Stefan Heinemeyer Violoncello, Thomas Hoppe Klavier Ludwig van Beethoven Ouvertüre zu „Egmont“ f-Moll op. 84 Ludwig van Beethoven Tripelkonzert für Klavier, Violine und Orchester C-Dur op. 56 Robert Schumann Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 97 „Rheinische Sinfonie“

Über den Autor

Uwe Marcus Magnus Rykov

Redakteur P!-Magazine
Geschäftsführer PAgentur Paris / Agence de presse
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