ART

GALERIE KORNFELD Berlin

Galerie Kornfeld Berlin / MONTE
verfasst von Nancy Schmidt

Am Samstag den 14.01.2017 präsentiert die Galerie Kornfeld Berlin von 18.00 Uhr – 21.00 Uhr ihre beiden neuen  Ausstellung SUPPER CLUB, sowie ARCHITEKTUR UND ABSTRAKTION im Projektraum 68projects.

 

LAST SUPPER

January 14, – March 4, 2017 – 14. JANUAR – 4. März Jahr 2017
Galerie Kornfeld, Fasanenstr. 26, 10719 Berlin

Gruppenausstellung mit Werken von

Stéphane Couturier , Hubertus Hamm , Bertram Hasenauer , Natela Iankoshvili , Franziska Klotz , Tamara Kvesitadze , Christopher Lempfuhl , Olivia Mc Gilchrist , Anne Pantillon , Sandeep Mukherjee , Alexander Polzin , Susanne Roewer, Sonny Sanjay Vadgama

Bei einem „Supper Club“ kommen Menschen, die sich zuvor meist noch nie begegnet sind, in den privaten Räumen ihres Gastgebers zusammen, der sie mit einem selbst zubereiteten kulinarischen Menü bewirtet. Die Idee des Zusammentreffens verschiedener Menschen und Kulturen mit einem gemeinsamen Interesse steht Pate für die Gruppenausstellung „Supper Club“, mit welcher wir das Jahr 2017 beginnen. Wir haben Künstler der Galerie sowie spannende Gastkünstler eingeladen, ein oder zwei Werke als Gastgeschenke zu dieser Ausstellung mitzubringen, die eine Vielzahl künstlerischer Formen unter einer thematischen Klammer vereint.

Im Zentrum der Ausstellung steht das Werk „Last Supper“ der georgischen Biennaleteilnehmerin Tamara Kvesitadze, das im hinteren Raum der Galerie Kornfeld seine Deutschlandpremiere erleben wird. Die Tradition des „Letzten Abendmahls“ als ein ganz wesentlicher Themenkreis der christlich geprägten Kunstgeschichte ist ein Fixpunkt bei der Wahl der Themen und Motive, die in Skulpturen, Fotografien, Gemälden, Arbeiten auf Papier und sogar Installationen anklingt. Die Idee des „Supper Club“ ermöglicht den Künstlerinnen und Künstlern eine weiter gefasste Auseinandersetzung mit den im „Letzten Abendmahl“ formulierten Themenkreisen des Gastmahls, des Glaubens und der Passion.

January 14, – March 4, 2017

68projects, Fasanenstr. 68, 10719 Berlin
 

Fragt man nach den Gemeinsamkeiten von Konstruktivismus, Suprematismus, konkreter Kunst, Hard-Edge und Minimal Art, findet man sie in der Abstraktion. Ziel ist die Befreiung vom Gegenstandsbezug, gepaart mit einer Hinwendung zu einer Bildwirklichkeit, die sich aus Farben und Formen, aus Licht und Schatten konstituiert. Die „neue Abstraktion“ im 21. Jahrhundert. Sie verfolgt auch keine ausschließlich rationalistische oder objektive Formfindung wie die Konkrete Kunst. Sie schöpft aus diesem Fundus, gewinnt aber ihren agilen, eigenständigen Charakter durch ihre subjektiven und individuellen Gestus.

Hier ist der Schwerpunkt der Ausstellung „Architektur und Abstraktion“ auf geometrisch konstruktiven Werken, deren Hauptinspirationsquelle die Architektur ist. Allen künstlerischen Positionen gemein ist die Formulierung eigener, unverwechselbarer Bild-Findungen bei gleichzeitigem Verzicht auf einen dokumentarischen oder abbildenden Charakter.

Die Fotografin Andrea Grützner konzentriert sich in ihrer neuesten Werkgruppe auf die Architektur der 1950er Jahre. Als stipendiatin der „Koblenzer Stadtfotografen“ erkundete die Künstlerin im Sommer 2015 den öffentlichen Stadtraum mit einem Fokus auf Fassaden und ihre Raster, die sie in leuchtende, grafisch gestaltete Bildausschnitte übersetzt. Die Bilder, die sie sind, sind malerische, abstrakte und surreale Fragmente, die wir auch als städtische Architektur wahrnehmen. Andrea Grützners Medium ist die Fotografie, deren Arbeiten zwischen Fotografie, Skulptur und Collage. Ihre Interessen betreffen die Wahrnehmung von Raum-, Geschichts- und Erinnerungsstrukturen ebenso wie visuelle Irritationen, das Vertraute und zugleich Ungewohnte.
Die Aufnahmen menschenleerer Licht-Räume in Museen, Klöstern und venezianischen Palazzi der Künstlerin Friedrike von Rauch eröffnen durch ihren kontemplativen Charakter des Betrachters eigene Welten mit einem schier unendlichen Raum für Erzählungen und Geschichten. Meist ausserhalb der Öffnungszeiten aufgenommen, zusammengefasst, ganz persönliche Rauminterpretationen, die den Charakter eines Ortes herausarbeiten und mit einer ruhigen Betrachtung eine emotionale Verdichtung hervorrufen. Die Fokussierung auf einen engen Bildausschnitt führt zu einer Auseinandersetzung. Die Farbe oder vielmehr die Farblosigkeit kommt eine zentrale Rolle zu. Friederike von Rauch fotografiert analog mit einer Mittelformatkamera und arbeitet mit dem vorhandenen Licht.
Tanja Rochelmeyer schafft in ihren Gemälden „Raum-Visionen“: leichte, schnelle schwebende Raumhybride, die sich auf die polydimensionale Struktur des Internets beziehen. Die Farbe ist in den verschiedenen Formen und Größen gleichmäßig: mit der Farbe formt die Künstlerin geometrische, labyrinthische Gefüge zersplitterter Räume, geprägt durch perfekte Farbverläufe in bestechender Klarheit. Dabei ist alles Werk in der Ausstellung gemein, dass ihr Hauptthema zwar die Räumlichkeit oder eine räumliche Seherfahrung ist, von oben und unten aber in der Schwebe bleibt; Ja sogar keine eindeutige Ausrichtung haben und sich im Hoch- wie im Querformat funktionieren.
Als Gast von 68projekten Lotet der New Yorker Künstler Maximilian Schubert in seiner Monochromen Arbeiten die Grenzen der Malerei und Skulptur sowie das Thema der „Trompe-l’oeil“ aus. Zunächst scheinen die Werke „Untitled“ weiße monochrome Leinwände zu sein, deren Oberflächengestaltung an den Faltenwurf eines Vorhangs erinnert. Tatsächlich aber sind die Gewebefalten gegossen. Der verbreitete Eindruck, dass „nichts ist, wie es scheint“, erhält die Betrachter durch die Sichtbarkeit eines fliegenden Netzwerks von Rissen und vereinzelten Fehlstellen. Die Wand hinter dem Werk wird sichtbar.

Andrea Grützner (* 1984) lebt in Berlin und ist Mitglied des Fotografenkollektivs Exposure Twelve. Sie studierte Kommunikationsdesign und Fotografie. Ihre Arbeiten wurden in den letzten Jahren international in zahlreichen Solo- und Gruppenausstellungen ausgestellt; Im Kunstverein Lüneburg, in der Galerie Robert Morat, auf dem Peking Foto Festival und im Rahmen der Ausstellung „Gegenspieler“ im Marta Herford Museum. Grützner Krieg Preisträgerin des Preises „Gute Aussichten – Junge deutsche Fotografie“, 2014/2015, des FOAM Talente Preises, 2016 wie auch des Pfalzpreises Kunst, Nachwuchspreis.

Friederike von Rauch (* 1967) ist ausgebildete Silberschmiedin und studierte Industriedesignerin. Ihre Arbeiten waren in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland zu sehen, zuletzt in „Formes du Silence“ im Couvent de La Tourette, Eveux; „Zeitgeist. Eine Arte da nova Berlim „im Goethe Institut Rio de Janeiro, Brasilia ua; Radikal Modern „, Berlinische Galerie, Berlin; „10“, Halle am Berghain, Berlin; „Asche und Gold: Eine Weltreise“, Marta Herford Museum und dem „Gabriele Münter Preis 2010“, Martin-Gropius-Bau, Berlin. Im Kontext verschiedener Atelierstipendien arbeitete von Rauch in Belgien, in den Niederlande und in Island. Ihre Arbeiten sind in staatlichen wie auch privaten Sammlungen im In- und Ausland vertreten.

Tanja Rochelmeyer (* 1975) studierte an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin.
Ihre Werke wurden in den letzten Jahrhunderten unter dem Titel „Neue Malerei aus Deutschland“ im Nationalmuseum für bildende Kunst in Hanoi wie auch dem Goethe Institut in Hong- Kong, dem Kunsthaus Essen und bei fahnemann in Berlin. Rochelmeyers Arbeiten sind in breinucETn.

Maximilian Schubert (* 1983) studierte am Art Institute in Chicago. Seine Werke waren international ausgestellt, zuletzt in der Gruppenausstellung „Line“ in der Lisson Gallery in London. Seine Arbeiten sind in Sammlungen in den USA und Europa vertreten.

 
www.galeriekornfeld.com
http://www.facebook.com/GalerieKornfeld
 

Über den Autor

Nancy Schmidt

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