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Illustrator Tomi Ungerer

Tomi Ungerer wurde 1931 in Straßburg geboren, seine Karriere als Zeichner und Illustrator begann jedoch in New York. 1957 veröffentlichte er seine ersten Kinderbücher, The Mellops Go Flying (Mr. Mellops baut ein Flugzeug), für das er den angesehenen Preis des „Spring Book Festival“ erhält, sowie The Three Robbers (Die drei Räuber). In den 60er Jahren arbeitet Ungerer erfolgreich als Werbezeichner, beispielsweise für The New York Times. Weiterhin zeichnet er für die Presse und entwirft eines seiner bekanntesten Plakate: „Black Power/White Power“, das sich gegen Rassentrennung richtet. Sein satirisches Werk ist besonders bedeutend. Dazu zählen unter anderem Bücher wie The Party und Babylon, in denen er sich über die moderne Gesellschaft lustig macht.

Die umfangreiche Sammlung im Musée Tomi Ungerer  umfasst ca. 11.000 Zeichnungen, die der 1931 in Straßburg geborene Zeichner und Illustrator Tomi Ungerer seiner Heimatstadt als Schenkung überließ. Davon werden in einer wechselnden Dauerausstellung jeweils rund 300 Originalzeichnungen von  Kinderbuchillustrationen, Karikaturen und Werbezeichnungen sowie erotische Darstellungen gezeigt. Darüber hinaus beinhaltet der Fundus Grafiken von Ungerer sowie auch repräsentative Sammlungen von Zeichnern/Illustratoren des 20. und 21. Jahrhunderts.

Das Museum Tomi Ungerer ist ein Internationales Zentrum für Illustration. Hier sind Arbeiten von André François, Robert Gernhardt, Maurice Henry, Françoise Hollenstein, Ronald Searle, F. K. Waechter und Robert Weaver mit sehr unterschiedlichen Genres und Grafikstilen, von der Kinderzeichnung über Werbegrafik, Pressezeichnung und Cartoon bis zur Naturskizze gezeigt. Zu sehen ist auch eine seltene Sammlung mit Originalzeichnungen von André François von denen einige in The New York Times und Vogue veröffentlicht wurden, sowie eine Karikaturenserie aus dem Buch Gags von Maurice Henry dem Freund der Surrealisten. Dabei zeigt diese Kunst Art eine anschauliche Vielfalt und Ausdruckskraft vor. Unter ihnen finden wir auch bekannte Zeichner der „Neuen Frankfurter Schule“. Vertretene Werke von Robert Gernhardt und F. K. Waechter sind ausgestellt. Ungerer selber war auch im Carricatura Museum Frankfurt mit seiner Ausstellung vertreten.

Portraits von Robert Weaver und Reportage Zeichnungen über das Leben im Amerika der 60iger Jahre sind zu sehen. Ebenfalls von der Kinderbuchillustratorin Françoise Hollenstein die erfrischenden Originale ihres CD-Buchs Peter und der Wolf nach Prokofjews musikalischem Märchen zeigt. Bekannte Satire- und Nonsens-Zeichnungen des letzten Jahres verstorbenen Künstlers Brite Ronald Searle sind auch unter den Ausstellungsobjekten. Eine Vielzahl bekannter und abwechslungsreicher Künstler sind in diesem Museum ausgestellt und sind für Kenner ein Besuch nach Strasbourg wert.

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