KULTUR

Initial Sarah Stadt

Initial Sarah Stadt

Initial Sarah Stadt ist sowohl für französischsprachige, deutschsprachige und zweisprachige Zuschauer gedacht, als auch für diejenigen, die eine dieser beiden Sprache lernen. «Gut, sagen wir, dass ich tot bin». Sarah versteht die Situation vom ersten Augenblick an.

Indem sie den Raum um sich herum wie einen Stellvertreter ihres eigenen Körpers und ihres Blutes beschreibt, begreift sie, dass das Ziel ihrer Suche nicht nur darin besteht, herauszufinden, wer sie ist, sondern auch, warum und wie sie gestorben ist. Die Abwesenheit jeglicher Hoffnung gibt ihrer Suche im pragmatischsten Sinn des Wortes eine metaphysische Bedeutung: sie erforscht ein Territorium, das ihren eigenen Körper, ihre eigene Geschichte durchquert. Wie ein Geist oder ein Engel von Wenders, überschreitet sie mühelos, ja ohne sich dessen überhaupt bewusst zu sein unüberwindbare Grenzen. In diesen Grenzenüberschreitungen liegen ihr Heil und ihr Verderben.

«Was versteht man von der Geschichte, wenn man nicht weiß, wer man ist ?» Das Stück Initial Sarah Stadt, von einer Gruppe französischer und deutscher Künstler in Berlin konzipiert, fragt nach der Art und Weise, in der die persönliche und die kollektive Geschichte die Identität formt und beeinflusst. Mit dem Gedächtnisverlust von Sarah wird unser aller Verhältnis zur eigenen Geschichte und zum europäischen Bewusstsein zur Diskussion gestellt. Pierre-Jérôme Adjedj, Autor und Regisseur, wurde in Straßburg geboren und ist dort aufgewachsen. Er lebt und arbeitet in Berlin. Mit Initial Sarah Stadt kehrte er zum Theater L’Illiade zurück.

Über den Autor

Uwe Marcus Magnus Rykov

Redakteur P!-Magazine
Geschäftsführer PAgentur Paris / Agence de presse
Management / Marketing / Projektmanagement / Interviews / Project / Planning Pressearbeit / Moderator

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