LIFESTYLE

Nostalgie und „FUN, FUN, FUN“ mit den Beach Boys in Berlin

verfasst von Jean Bork

Berlin… gerade mal 20 Grad und über der Freilichtbühne der Zitadelle Spandau ist es bewölkt. Doch kaum traten sie auf die Bühne, wandelte sich die trübe Stimmung in ein regelrechtes Strandfestival, mit einem Hauch Nostalgie. The Beach Boys verzaubern die Stadt und ab der ersten Minute fühlen wir uns der Sonne Kaliforniens etwas näher. Die Jungs haben es noch drauf.

‚Die Jungs‘ sind in diesem Fall Gründungsmitglied Mike Love, der auch nach 56 Jahren den Beach Boys Surfsound in die Welt trägt, Alt-Mitglied Bruce Johnston und die Beach Boys Touring Band. Gut, wir müssen zugeben, dass die Stimme von Mike Love nur wirklich in der Gruppe richtig funktioniert, aber es stört keinen so richtig. Und die Band macht ihre Sache richtig gut. Auch der typische mehrstimmige Harmoniegesang und die Falsettstimme werden perfekt wiedergegeben. Die Herren im gestandenen Alter und ihre junge Band, sorgen für die richtige Stimmung. Sommer, Sonne, Strand und man hört die Wellen rauschen. Schauen wir uns im Publikum um, ist es so, als wären die Beach Boys ein regelrechter Jungbrunnen. Das ältere Publikum tanzt wie wild und holt die alten Dancemoves aus der Schublade. Es ist schön dies zu sehen. Das Sitzkonzert wurde später buchstäblich umgeplant und das aus eigener Hand des Publikums. Nach der Pause wird einfach der freigehaltene Frontstage-Bereich gestürmt und getanzt. Was dem Konzert gut tut und der Band die verdiente Ehrerbietung erweist, die die Welt seit 50 Jahren mit ihrem Sound begeistert. Musik verbindet.

 

Romantisch und nostalgisch wurde es allerdings auch, als der 1998 verstorbene Carl Wilson virtuell eingeblendet wird und mit der Band „God only Knows“ singt. Unter den Beach Boys war auch John Stamos, sicherlich jedem noch bekannt als Onkel Jesse aus der US-Erfolgsserie „Full House“. Seit 1990 ist er ein freies Mitglied der Band und wird immer mal wieder bei Konzerten dazu geholt. Lustig war es ihn zu beobachten: Das Mikrofon wurde hin und her geschoben, der Mund wurde verzerrt und wieder entzerrt. Und leider ärgern wir uns darüber, dass wir nicht mitgezählt haben, wie oft er sich mit den Fingern durch die Haare geglitten ist. Vielleicht könnte das jemand von Euch übernehmen und uns bitte auf Facebook schreiben. Danke schon mal an dieser Stelle. Aber John Stamos sprach auch bewegende Worte, denn der Full House-Star war nur knappe 800 Meter von der Manchester Arena im englischen Manchester entfernt, als dort vor einiger Zeit bei einem Konzert von Sängerin Ariana Grande eine Bombe explodierte. „Gott sei Dank haben wir die Musik der Beach Boys, um uns da durch zu bringen.“ sagt er, spricht allen aus der Seele und dann geht es auch schon weiter mit „Fun, Fun, Fun“

Abschließend können wir sagen, dass das Beach Boys Konzert sehr viel Spaß gemacht hat. In der Zitadelle Spandau war die Stimmung auf ihrem Höhepunkt und die ein oder andere Lady fühlte sich wie ein „California Girl“.

Danke
 
Dirk S. & Jean B. 

Foto: Dirk Schiemann

 

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Jean Bork

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