KULTUR

Pelléas et Mélisande – Drame lyrique in fünf Akten von Claude Debussy

pelléas et melisande

»Man muss die Zucht in der Freiheit suchen und nicht in den Formeln einer morschen Philosophie. Hören Sie auf keines Menschen Rat, sondern auf den Wind, der vorüberweht und uns die Geschichte der Welt erzählt.« (Claude Debussy)
Golaud findet an einer Quelle ein scheues junges Mädchen, Mélisande. Er heiratet sie und nimmt sie mit auf das Schloss seines Großvaters Arkel. Hier lernt Mélisande auch Golauds Halbbruder Pelléas kennen. Als sich zwischen beiden Liebe entspinnt, tötet der eifersüchtige Golaud den Bruder. Mélisande bringt eine Tochter zur Welt und stirbt.
Wie in einen Rausch vermag die Musik der einzigen Oper Claude Debussys zu versenken; einen Rausch aber des verhaltenen Tons, des agilen Moments, gebrochener Farben. Sie durchwandert die schwebenden Regionen zwischen Tages- und Nachtbewusstsein, wo tiefere Seelenschichten schemenhaft aufsteigen, wo alles Sichtbare, Greifbare als Verrätselung des Unbewussten erscheint. Wie nicht von dieser Welt erscheint auch Mélisande – fremd, nixenhaft berückend, durchsichtig und hermetisch verschlossen zugleich: ein lockendes Geheimnis, eine große Projektionsfläche. So fördert sie nicht nur unausgesprochene Wünsche und Gefühle Golauds, Arkels oder Pelléas’ zutage, sondern deckt auch auf, wie sehr jeder von ihnen selbst in diesem Zwischenreich lebt, gefangen irgendwo zwischen Innen und Außen, Wissen und Fühlen, Bewusst und Unbewusst.

Über den Autor

Uwe Marcus Magnus Rykov

Redakteur P!-Magazine
Geschäftsführer PAgentur Paris / Agence de presse
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