ART

Pop Art Artist Herman Reichold

Künstler Herman
verfasst von Nancy Schmidt

Herman mit einem „n“ gehört seit geraumer Zeit zu den profiliertesten und erfolgreichsten Pop-Malern unserer Tage. Neben seines künstlerischen Könnens machen speziell Ecken und Kanten seine Bilder unverwechselbar.

In den vorangegangenen Jahren hatte sich Herman schon als Cartoonist einen Namen gemacht und für verschiedene Verlage in Deutschland gezeichnet. Auf Postkarten; Ringbüchern und anderen Artikeln, zierten Hermans Charaktere u. a. Produkte für den Kunstverlag Deutsch oder dem Brunnen Verlag. Besonders bekannt ist sicher sein “flying heart” ein fliegendes Herz, das einige Jahre als Comicstrip in der Jugendzeitschrift Bravo erschien. Seit 1991 arbeitet der gelernte Siebdrucker als freischaffender Künstler in Paderborn. Bis heute hat er auf über 160 Ausstellungen im In- und Ausland und mehr als 120 Editionen, die in vielen Sammlerkatalogen u.a. ARTES und Ars Mundi vertreten sind, seine unbändige Unternehmenslust und Kreativität unter Beweis gestellt. Hermans Bilder nehmen meistens die alltäglichen Dinge des Lebens aufs Korn. Mal humorig-hintersinnig manchmal bissig-sati(e)risch. Wesentlicher Bestandteil seiner Werke sind die Titel. Sie entführen den Betrachter in die eigentliche Herman-Welt, erschließen die Hintersinnigkeit des Bildes und verführen zum Schmunzeln. Für Herman Reichold ist Kunst eben etwas Alltägliches, Unverkrampftes. Er freut sich wenn seine Bilder auf Zuckertütchen Millionen Kaffeeportionen versüßen oder als Sammlerglas bei Ritzenhoff auf über 18 Gläsern den Weg in die Vitrine finden. Im Jahre 2007 tourte Herman durch sieben Städte in Deutschland. Mit im Gepäck 7 x 7 Unikate auf Leinwand. Alle 49 Bilder wurden für das Projekt des bekannten Musikers Peter Maffay “Begegnungen – Eine Allianz für Kinder” in den Bankhäusern der Privatbankiers Merck Finck & Co versteigert. Dazu erschien ein Buch mit dem Titel: “Halt fest was Dir begegnet”. Peter Maffay bedankt sich im Grusswort für die gelungene Idee und betont, das sich “für das Lachen eines Kindes” jede Anstrengung lohnt. Hermans Kunst benötigen aus seiner Sicht keine Erklärungen. “Seine Werke können Generationen verbinden und zaubern jedesmal aufs Neue dem Betrachter ein Lächeln ins Gesicht.

Seit 2011 gestaltet Herman zur Glückstour ein individuelles Motiv in seinem typischen Stil. Es findet sich wieder auf den Trikots, den Taschen, Aufklebern in den Flyern und als limitierte Edition. Dem Künstler, der sich gern sozial engagiert, gefällt es ganz besonders beider Glückstour dabei zu sein. Die Aktion ist direkt und nachhaltig. Es sind kurze Wege die den Bedürftigen helfen. Man ist nur auf eins fixiert, Hilfe direkt zu realisieren. Die Tour kann auch in Zukunft auf mich zählen. Das Herz ist das Ziel.

Der Maler und Zeichner Herman,

stellt sich mit seinen Arbeiten in eine Tradition, die der Betrachter hierzulande allenfalls mit anglo-amerikanischer Kunst in Verbindung brächte. Angelehnt an die Zeichenkunst der Comics bedienen sich seine Bilder ähnlich wie die der amerikanisch Pop-Artisten Keith Haring oder James Rizzi einer einfachen, sehr klaren Bildsprache. Doch wie schon die Nachfolgegeneration der Pop-Art bewiesen hat, erklärt dies nur den ersten Eindruck. Denn schließlich liegt vielen Arbeiten ein gesellschaftlich relevantes Thema zugrunde; setzen sie sich mit Fantasie und einem nicht geringem Maß an Humor tatsächlich mit entscheidenden Fragen auseinander.

Voller Satire und Biss sind die Vignetten Herman’s. Sehr genau muss er dafür seine Mitmenschen und gelegentlich auch sich selbst beobachten. Doch das Beobachten wird nicht vorgeführt. Es ist oft, als wollte Herman uns mit seinen Arbeiten an uns selbst erinnern. Der Bezug zur Wirklichkeit in seinen Bildern offenbart sich ob ihrer wiedererkennbaren Formensprache, ihrer freiwillig freundlichen Farbigkeit nicht sofort.

Gleichwohl reiben sich manche Bilder geradezu innerlich an den menschlichen Verhaltensweisen, die sich abbilden. Wie seine amerikanischen Künstlerkollegen ist Herman keineswegs unkritisch. Doch während für deutsche Verhältnisse oftmals die Betroffenheit zählt, versucht Herman es mit Ironie und Hintersinn. Und der nationale wie internationale Erfolg gibt ihm Recht. Die Zahl der großen Sammlungen, in denen Herman heute vertreten ist, steigt stetig. An dieser Attraktivität wollen letztlich auch Firmen und Unternehmen teilhaben, so dass Herman im amerikanischen Sinne auch als künstlerischer Promotor das Image internationaler Firmen mit seinen Arbeiten befördert.

Herman und die Kraft der Symbolik

Wie wir aus der Geschichte wissen, ist die Malerei vor 40.000 Jahren fast überall gleichzeitig aufgetaucht. Bemerkenswert ist, dass die uns bekannte Höhlenmalerei in Nordafrika, Spanien, Südamerika und Frankreich mit komplett ähnlichen Bildsprachen und Ausdrucks-formen agierte.

„Von vornherein nahm man an, dass hier Jagd- und Alltagsszenen die Motive dieser Arbeiten ausgemacht haben. Erst die jüngsten Forschungen haben bewiesen, dass diese Bilder Ausdrucksformen spiritueller und geistiger Traumwelten sind. Damit erkennen wir, dass bereit in der Jungsteinzeit eine Symbolsprache entwickelt worden ist. Selbst abstrakte Malerei in Form von Tachismus wurde vor allem in der Höhle von Altamira entdeckt. Als Picasso zum ersten Mal diese Arbeiten sah sagte er: „Wir haben nichts dazugelernt“.

Ich bin überzeugt davon, dass in dieser Aussage sehr viel Wahrheit steckt, aber dennoch war und ist es Aufgabe der Kunst mit ihren technischen und emotionellen Möglichkeiten zeitgeistiges Wissen in Form einer Bildsprache zu dokumentieren und zu erläutern. Die einfachste und eindringlichste Form der Bildsprache die wir heute kennen sind die Symbole die uns überall auf der Welt begegnen. Denken wir nur an Flughäfen, Bahnhöfe und U-Bahnstationen, denken wir an die Verkehrsschilder und die Markierung für Wander-wege oder die Leitwege in Bibliotheken, Hochschulen und Restaurants.“

Herman setzt in seiner Arbeit Symbole. Er versucht in seinen Bildern menschliche und geistige Situationen zu zeichnen, die in einer scheinbar einfachen Haptik sehr schnell zum Betrachter durchdringen können. Obwohl das Erfassen und der Ausdruck in kürzester Zeit realisierbar sind, sind die Inhalte dennoch tiefgründig, mystisch, be-glückend und erschreckend.

Herman ist nicht nur ein hervorragender Zeichner, sondern er versucht dieses zeichnerische Talent in perfekt gearbeiteten Leinwandbildern neu zu formulieren. Also ein Karikaturist der sich des Mediums der klassischen Malerei bedient. Seine scheinbar immer wieder gleichartig kubistischen Formen finden in ihrem Zueinander und Gegeneinander nicht nur eine reale Aussage, sondern zeichnen auch ähnlich einem Strichcode Zustände und abstrakte Begegnungen, die miteinander kommunizieren und eine höchst sensible Ausdrucksform erreichen.

In dem Austausch zwischen dem Produzenten und dem Betrachter entsteht eine Wechselwirkung, die scheinbar kindliche Prägungen sichtbar machen, deren Inhalte aber tief in unsere Emotion eindringen.

www.kuenstler-herman.de

atelier@kuenstler-herman.de 

Über den Autor

Nancy Schmidt

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