Schockrocker Rob Zombie in Berlin

Ein kalter und feuchter 15. Oktober in Berlin. Nur wenige Wochen vor Halloween kam er nach Berlin… Rob Zombie. Im Rahmen eines exklusiven und ausverkauften Konzerts in Berlin gab sich der Großmeister des Schock-Rock die Ehre. Bei seinem einzigen Deutschlandkonzert nach 4 Jahren und diesmal ohne seinen teuflischen Zwilling Marilyn Manson, lässt der Hellbilly es ordentlich krachen… so sehr, dass der Boden von Huxleys Neue Welt bebte.

Foto: Dirk Schiemann

Foto: Dirk Schiemann

Was Alice Cooper und Ozzy Orborne in den 70ern als Wegbereiter vorbereitet haben, setzen Rob Zombie mit Band in bester Tradition fort. Aufwendiges Make-Up, Leder, lange Zotteln und tolle Effekte machen seine Konzerte gleichzeitig zu filmerischen Inszenierungen. Vielleicht liegt es daran, dass Rob, der mit bürgerlichem Namen Robert Bartleh Cummings heisst, neben seiner Musik auch bekannt für blutige Horrorfilme ist. Als Regisseur war er an vielen Filmen aktiv beteiligt. So führte er zum Beispiel Regie beim ersten, winterlich thematisierten, der beiden Musikvideos zu Dreamer von Ozzy Osbourne.

Kommen wir zum ausverkauften Konzert in Berlin. Das Publikum im Huxleys kleidete sich vorzugsweise schwarz. Schon vor Konzertbeginn ertönten laute „Zombie“-Rufe. Dann war es endlich soweit. Kurz nach 21 Uhr betrat zuerst Gitarrist John 5 die Bühne mit einer leuchtenden Gitarre, welche die ersten Fan-Reihen erhellte. Danach war das Publikum nicht mehr zu bremsen. Die ersten Gitarrenklänge ertönten und schon rauschte er an… Rob Zombie. So zottelig und gruselig geschminkt, erinnerte er auf den ersten Blick ein wenig an Catweazle.

Foto: Dirk Schiemann

Foto: Dirk Schiemann

Schnell waren die Fans in seinem Bann… die Musik riss jeden mit, es wurde headgebangt, mitgesungen und einige Zuschauer ließen sich von der Menge tragen. Gleichzeitig gab es auch einiges zu gucken, wenn auch weniger als bei vorherigen Konzerten. So zeigte John 5 z.B. ein Potpourri an illuminierten Gitarren. Egal ob wirre Lichteffekte, Bildschirm oder integrierte Lava-Lampe… der Gitarrenkonstruktionen von John 5 waren keine Grenzen gesetzt. Auch so gab es viel Action im Huxleys. Rob verteilte fleissig während des Konzerts aufblasbare Aliens, passend zum Song „Well, Everybody’s Fucking In A U.F.O.“ oder übergroße bunte Luftballons, die etwas Farbe ins schwarze Meer brachten.

Einziger Wermutstropfen war die Länge, bzw. leider eher Kürze des Konzerts. Nach nur 70 Minuten war alles schon wieder vorbei… aber so ist das vielleicht mit den Zombies. Wir hatten trotzdem sehr viel Spaß und danken Rob Zombie für diesen rockigen Freitagabend.

Dirk S. & Jean B.

 

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