FASHION

SHOPPEN FÜR DIE PERFEKTE GARDEROBE

verfasst von Nancy Schmidt

Das Synonym für Stil ist der Pariser Chic, beneidenswerte Eleganz und Charme. Spätestens seit dem Buch „How to Be Parisian“ von Caroline de Maigret nehmen sich Frauen aus aller Welt die modische Lässigkeit der Französinnen zum Fashion-Vorbild. Bei ihnen steht Qualität vor Quantität. Nach dem Prinzip der 5 Piece French Wardrobe werden qualitative Basics mit hochwertigen Trendteilen, edlen Designer-Stücken und geliebten Vintage-Pieces kombiniert.

Viele Frauen kennen diese Situation, wenn sie vor einem vollen Kleiderschrank stehen und doch nichts zum anzuziehen haben. Das Problem liegt oftmals darin, dass sich im Schrank Kleidungsstücke häufen, die sich nicht so recht miteinander kombinieren lassen, nicht mehr passen, nicht mehr gefallen oder einfach nur zum Fürchten aussehen. Häufig sind das die Folgen von Sale-Eskapaden und unüberlegten Schnellkäufen.

Französinnen scheinen dieses Problem nicht zu kennen, sie können quasi blind in den Kleiderschrank greifen und ein Outfit hervorzaubern, das unkompliziert und lässig ist, aber dennoch eine gewisse Eleganz und Wertigkeit besitzt. Das Prinzip ist kein Geheimnis. Die Garderobe ist bestückt mit qualitativ hochwertigen Basics, also Kleidungsstücken, die sich untereinander leicht kombinieren lassen und niemals aus der Mode kommen. Pro Saison dürfen dann nur jeweils fünf Trendteile gekauft werden, die für die nötige Abwechslung sorgen. Die Idee dahinter ist die, dass man sich sorgfältiger Gedanken darüber macht, was einem steht, was man braucht und was einem fehlt. Das Ergebnis ist ein gut sortierter Kleiderschrank.

ZUR 5 PIECE FRENCH WARDROBE

Quillt der Kleiderschrank über und es gibt dennoch nichts anzuziehen, ist das ein klares Zeichen dafür, dass die Kleidung aussortiert werden sollte. Die oberste Regel der 5 Piece French Wardrobe lautet: Weniger ist mehr!

Räumt Euren Schrank komplett aus und trennt euch von Kleidungsstücken, die folgende Kriterien erfüllen:

  • Das Kleidungsstück wurde länger als ein Jahr nicht mehr getragen.

  • Das Kleidungsstück passt nicht mehr.

  • Am Kleidungsstück hängt immer noch das Preisschild.

  • Das Kleidungsstück gefällt nicht mehr.

  • Das Kleidungsstück ist bereits so abgetragen, dass es nur noch als Putzlappen taugt.

Die Kleidungsstücke anschauen, die dem Räumungskommando nicht zum Opfer gefallen sind. Lassen sie sich untereinander gut kombinieren und sind zeitlos? Sind es geliebte Stücke, die das gewisse Etwas haben und eine Trennung schwer fällt  ? Dann wieder in den Schrank mit ihnen. Einen Überblick darüber verschaffen, welche Basics bereits vorhanden sind, welche vielleicht ersetzt werden sollten oder welche eventuell noch gebraucht werden. Basics, vor allem Oberteile und Hosen, dürfen immer gekauft und ergänzt werden, sollte etwas essentielles fehlen oder bereits abgetragen sein (auch Schuhe und Accessoires zählen dazu, solange diese die Preisgrenze von beispielsweise 100 Euro nicht überschreiten). Jedoch sollte darauf geachtet werden, dass diese Kleidungsstücke eine gute Qualität haben und passen.

Diese Basics gehören in jeden Schrank:

Ist der Kleiderschrank gut mit Basics bestückt, kann man blind hineingreifen und ist trotzdem immer gut angezogen. Damit es auf Dauer nicht zu langweilig wird, wird die Garderobe nun jede Saison mit maximal 5 Kleidungsstücken aufgefüllt, die gerade im Trend sind oder die unbedingt gewollt werden. Auch hier steht Qualität an oberster Stelle, deswegen dürfen die 5 Trendteile auch ruhig etwas mehr kosten. Da Spontankäufe vermieden werden, kann gezielt auf ein hochwertiges Kleidungsstück gespart werden. Im Endeffekt sogar weniger Geld pro Saison für Kleidung ausgegeben.

Über den Autor

Nancy Schmidt

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