ART

WITH / AGAINST THE FLOW. ZEITGENÖSSISCHE FOTOGRAFISCHE INTERVENTIONEN

WITH / AGAINST THE FLOW. ZEITGENÖSSISCHE FOTOGRAFISCHE INTERVENTIONEN

Die Ausstellung des Kunstvereins in Heidelberg „with / against the flow“ beschäftigt sich welcher permanent verändernder Umgang mit der Fotografie zwischen Medieninteresse, dokumentarischem Charakter, Verfremdung und gesteuerter Rezeption verbirgt. Welche neuen Möglichkeiten bringen die neuen Formate der visuellen Kommunikation. Wie lassen sich dokumentarische Arbeitsweisen mit Eingriffen ins Bild verbinden. Was zeichnet die zeitgenössische künstlerische Fotografie aus?

Dies sind die zentralen Fragen der neuen Ausstellungsreihe „with / against the flow“. Zeitgenössische fotografische Interventionen, die vom ifa (Institut für Auslandsbeziehungen) initiiert wurde. Was taugt die Fotografie als künstlerisches Mittel in unserer Zeit, in der alles schon fotografiert wurde.

Viktoria Binschtok und Michael Schäfer lösen Medienbilder aus ihren Kontexten heraus und  kombinieren diese mit eigenen Fotografien. In diesen Arbeitsschritten reflektieren sie so die Funktionsweisen sowie in den Bildern angelegte Rezeptionsstrukturen. Mit dieser Arbeitsweise stehen Viktoria Binschtok und Michael Schäfer in der Tradition des künstlerischen Interesses an den Massenmedien der 1970er-Jahre und repräsentieren eine jüngere Generation von Künstlern, die das Fotografische und Dokumentarische neu befragen. Viktoria Binschtok verbindet in ihren Arbeiten das reale mit dem digitalen und erreicht durch die Konstellationen von Bild und Wirklichkeit, Einblicke in die Paradoxien und Verwerfungen neuer Bild-Ordnungen. Victoria Binschtoks Serien „Clusters“, „Three peoples on the phone“ und „World of Details“. In der Serie ‚Clusters‘ ist der Ausgangspunkt ein eigenes Bild von Binschtok, das in die Suchfunktion von Google eingespeist wird. Mit Hilfe von Such-Algorithmen findet Google weitere, passende Bilder. Viktoria Binschtoks  inszeniert diese neu und eröffnet somit einen Horizont, der von maschinell, automatisch aufgenommenen Darstellungen des Internetdienstes bis hin zu ihren eigenen, rein subjektiven Aufnahmen reicht. Viktoria Binschtok lebt in Berlin. Sie hat künstlerische Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig studiert. Ihre Arbeiten wurden bereits in zahlreichen Ausstellungen national und auch  international präsentiert.  Arbeiten in Berlin, im Kunstverein Göttingen, Centre Pompidou Metz, Kunsthalle im Lipsiusbau Dresden, Arts Santa Mònica Barcelona, Frankfurter Kunstverein und Les Rencontres d’Arles.

Michael Schäfer lebt ebenfalls in Berlin. Er hat Fotodesign an der FH Dortmund sowie Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig studiert. Michael Schäfers Arbeiten wurden unteranderem  im Kunstverein Konstanz, bei Zephyr in Mannheim und im Kunstverein Leipzig gezeigt. Auch in zahlreichen Gruppenausstellungen wie z.B. im Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg, bei C / O Berlin, im Fotohof Salzburg und im Centre de la Photographie Genf waren seine Arbeiten zu sehen. Er analysiert in seinen Arbeiten hauptsächlich die Nachrichten und Unterhaltungsbilder aus den klassischen Printmedien. Michael Schäfer arbeitet in seinen Werken mit der Verfremdung, er tauscht Teile des Bildes durch anderes Material aus. Allerdings nicht sofort erkennbar.  Von Pressebildern werden die Gesichter von Politikern durch Gesichter von Schauspielern ersetzt. In seiner Serie „Generation“ sucht er aus dem Internet Aufnahmen von Models auf dem Catwalk heraus und fügt die Gesichter von Kindern ein. Schäfer schafft so digitale Phantome.

Über den Autor

Uwe Marcus Magnus Rykov

Redakteur P!-Magazine
Geschäftsführer PAgentur Paris / Agence de presse
Management / Marketing / Projektmanagement / Interviews / Project / Planning Pressearbeit / Moderator

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