LIFESTYLE

Wrestling Superstars beim WWE Live in Berlin

Foto: Dirk Schiemann
verfasst von Jean Bork

Ihre Namen sind bekannt… Hulk Hogan, Bret ‚The Hitman‘ Hart, der Undertaker oder Yokuzuna. In den 1990ern hingen ihre Poster in vielen Zimmern. Und auch heute noch erfreut sich Wrestling sehr großer Beliebtheit, mit Stars wie The Rock oder Tripple H. Und das nicht nur in des USA, auch die Deutschen haben einiges übrig für die harten Jungs aus Übersee.

Für das Publikum ist es jedes Mal ein ganz besonderes Erlebnis. So auch am Mittwoch in der Mercedes-Benz-Arena in Berlin. Egal ob groß oder klein, gleich zu Beginn war zu sehen, dass WWE Live ein Spaß für die ganze Familie ist. Hier darf gebrüllt, angefeuert, ausgebuht und gefeiert werden.

Überall um uns herum gab es Sprechchöre, Plakate, Einhorn-Stirnbänder, T-Shirts mit dem Publikumsliebling Cesaro und die Stimmung war gleich zu Beginn auf einem Top-Niveau und hat uns sofort mitgerissen. Eine Stimmung wie auf einem riesigen Jahrmarkt. Denn schon zur damaligen Zeit wurde Wrestling (Ringen) hauptsächlich als Belustigung auf Jahrmärkten, im Zirkus und bei kleineren Festen betrieben. Gestern wurde in der Mercedes-Benz-Arena geschrien, geklatscht, gebuht und alles wurde herzlich angenommen von den Helden im Ring. Heutzutage ist das Ganze natürlich noch viel professioneller und schauspielerisch hochwertiger aufbereitet.

Foto: Dirk Schiemann

Fans von ‚The New Day‘

Jeder Ringer wird mit seiner persönlichen Showeinlage gekonnt in Szene gesetzt und vom Publikum gefeiert. Ebenso hat natürlich jeder neben seiner eigenen Einlaufmusik auch einen speziellen eigene- Kampf-Move. Bei Cesaro ist es der ‚Dreher‘ oder bei Goldust war es quasi der ‚Nussknacker‘, den er bei allen Kontrahenten durchführte, was vom Publikum laut mitgezählt wird. Was wir sagen können ist, dass WWE Live ganz großes Entertainment ist. Nicht nur von der Stimmung und den ganzen Showanteilen, sondern einfach vom Spaßfaktor her. Überall passiert etwas, egal ob Sticheleien neben dem Ring durch den Tag Team Kompagnon oder die Partnerin, die es faustdick hinter Ohren hat. Auch der Ringrichter, der neben den Wrestlingstars wie ein kleiner Zwerg wirkte, wird nicht verschont und ist Teil des Unterhaltungsprogramms. Selbst der durchgeplante Showkampf mit 8 Mann im Ring funktionierte einwandfrei und brachte die Zuschauer in der Arena zum Ausrasten. Fangesänge überall, die den Kämpfern die nötige Energie geben, um richtig gute Leistung zu zeigen. Und in fast jedem Kampf ging es um richtig viel, denn es wurde um diverse Titel gekämpft. 

Was wir noch sagen können ist, dass jeder Kämpfer wirklich ein Star zum Anfassen war. Niemand war sich zu schade für Selfies mit den Fans oder dem klassischen „High-Five“. Darüber hätten sich die beiden jungen Mädchen hinter uns sehr gefreut, waren sie doch sehr mit Elan und lautem Organ dabei. Die beiden Kleinen waren große Fans von Sasha Banks und schrien aus tiefstem Herzen ihrer Heldin entgegen. Sie hielten ihre selbstgemachten Fan-Plakate nach oben, und als Sasha den langen Laufsteg zum Ring betrat, flossen Freudentränen. Sie fieberten bis zur letzten Sekunde mit. Leider hatte ihre Favoritin gegen Charlotte den Kampf verloren. Schnell wurden die Freudentränen zu großen Krokodilstränen. Aber spätestens als der nächste Kampf losging, war schon wieder alles vergessen und der nächste Held der Kleinen brachte sie wieder zum kichern und anfeuern.

Foto: Dirk Schiemann

Foto: Dirk Schiemann

Man merkt hier sofort, wie wichtig auch das Publikum für die einzelnen Ringer ist und vor allem für die mitreißende Stimmung, die auch uns in den Bann zog. Lover und Hater, jeder Ringer bekam seine spezielle Aufmerksamkeit. Wie im wahren Leben gibt es auch bei den Wrestlern die Guten, welche vom Publikum bejubelt werden und die Bösen, die vom Publikum gnadenlos ausgebuht werden. Jeder spielt seine Rolle hervorragend und geht voll in ihr auf. Wie zum Beispiel Chris Jericho, der am Mittwoch seinen Geburtstag feierte, sich mit dem Berliner Publikum anlegte und ihnen drohte sie auf seine berüchtigte ‚Liste‘ zu schreiben. Am Ende landete die Geburtstagstorte verdienter Maßen in seinem Gesicht. Ein krönender Abschluss nach 3 Stunden tollem Entertainment.

Am Ende gab es den ultimativen Höhepunkt. Der Kampf zwischen Seth Rollins gegen Kevin Owens um den WWE Universal Champion Titel, ein Kampf in der Kategorie Street Fight, einer etwas raueren Kampfart. Hier war das Publikum nicht mehr zu bremsen. Die beiden zeigten den perfekten Kampf. Es wurden Fäuste verteilt… sie jagten sich im und außerhalb des Rings. Irgendwann ging es dann richtig zur Sache, und es wurden noch einige „herumstehende“ Gegenstände, wie Klappstühle, genutzt um den anderen zum Erliegen zu bringen. Allein das tat schon beim Zugucken weh. Bald schallten Gesänge durch den Saal mit der Aufforderung: “ We want tables!“. Wir guckten uns beide erstaunt an… das konnte doch jetzt nicht wahr sein. Aber doch tatsächlich, Seth Rollins sprang aus dem Ring und schnappte sich einen Tisch, baute diesen im Ring auf, schulterte sich Kevin Owens über und ließ ihn rücklings auf die Tischplatte krachen, so dass diese sofort unter einem riesen Krach zusammenbrach. Die Menge ist am Toben! Wir lachen! Es ist erstaunlich, spannend und lustig zugleich. Doch ein Tisch reichte wohl den Beiden nicht, Prompt wurde ein zweiter Tisch unter dem Ring hervorgezogen, der ebenfalls sofort zum Einsatz kam und den Ring nicht in einem Stück wieder verließ. Am Ende heißt der alte und neue Titelträger Kevin Owens. Es war ein Riesenspaß! 

Und mit diesem Gefühl haben wir auch die Mercedes-Benz Arena verlassen. Leider hat Tim Wiese gefehlt. Das hätte dem Ganzen noch die Krone aufgesetzt, aber wir waren trotzdem sehr begeistert und um uns herum alle anderen auch. Ein ganz großer Spaß für die ganze Familie.

Dirk S. & Jean B.

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Jean Bork

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